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Tauchplätze - Sabang - Puerto Galera - Verde Island - Philippinen

1. Talipanan Reef

Tiefe: 15-50+m - Anfahrt: ca. 40min

Das Talipanan Reef ist mit einer Anfahrtszeit von ca. 40 Minuten etwas weiter von Sabang entfernt, als die meisten Tauchplätze. Es liegt vor dem gleichnamigen Talipanan Beach, der die westliche Gemeindegrenze von Puerto Galera bildet. Tauchgänge am Talipanan Riff lassen sich hervorragend mit Besuchen am White Beach und eben dem Talipanan Beach verbinden. Beides sind wunderschöne weiße Sandstrände mit kleinen Strandlokalen, in denen man sein Mittagessen einnehmen kann. Der White Beach ist der größere und bekanntere der beiden Strände.

Das Talipanan Riff wird von einem großen Felsen, dessen Plateau auf 15 Meter Tiefe liegt, gebildet. Hier findest du eine Fülle von Weich- und Hartkorallen, überall stehen große Korbschwämme. Das Fischleben zeichnet sich durch großen Artenreichtum aus. Je tiefer man taucht, desto größere Arten kann man sehen. Im Blauwasser siehst du große Schwärme Fledermausfische, Tunas, Spanische Makrelen und große Stachelmakrelen. Auch große Barrakudas sind häufige Gäste. Mit etwas Glück siehst du auch Haie an dir vorbeiziehen.

Der Felsen ist ohne Echolot nur von erfahrenen Tauchguides zu finden. Auch solltest du schon über etwas mehr Taucherfahrung verfügen, da es heftig strömen kann. Das Talipanan Reef ist bis zu 80 Meter tief. Dort war ich allerdings noch nicht.

2. Manila Channel

Tiefe: 5-18m - Anfahrt: 20min

Du startest den Tauchgang au ca. 5 Meter Tiefe und lässt dich dann von der Flut in den Manila Channel treiben. Auf das Riff fällt bald auf ca. 18 Meter ab. Bei Flut ist auch das Wasser am klarsten, da es direkt vom Südchinesischen Meer in den Manila Channel strömt.

An diesem Tauchplatz kannst du völlig andere Korallenarten finden, die an den anderen Tauchspots nicht vorkommen. Tausende der verschiedensten Korallenfische bevökkern das Riff. Wie überall, siedeln auch hier Federsterne auf den Korallen. Gorgonien stechen senkrecht zur allgemeinen Strömungsrichtung und auch ein Wald von Peitschenkorallen hat viele Bewohner.

Am besten taucht man hier bei Flut. Geht die Strömung Richtung Nordwest, kann man in den Coral Garden einbiegen.

3. Coral Garden

Tiefe: 10m - Anfahrt: 20min

Der Coral Garden hat seinen Namen verdient. Kaum eine tropische Korallenart ist hier nicht vertreten. Fast jede tropische Fischart kann man hier sehen: Engelsfische, Eidechsenfische, Pfeifenfische, Geistermuränen, Schlangenaale, und viele mehr. Viele kleine Lebewesen, wie Nacktschnecken, tragen zur unglaublichen Farbenpracht bei.

Die geringe Tiefe und die unglaubliche Artenvielfalt machen den Coral Garden ideal für Unterwasserfotografen. Der Tauchplatz ist auch sehr gut für Anfänger geeignet. Aber trotzdem Vorsicht: je nach Gezeiten können auch hier starke Strömungen auftreten.

4. Marcus Cave

Tiefe: 55m - Anfahrt: 10min

Tauchplatz mit Geschichte: Marcus Cave auf 55m!

Um zu Marcus Cave zu kommen, machst du zunächst einen Blauwasserabstieg auf ca. 40 Meter. Auf 52 Meter findest du eine große Höhle, in der du leicht drei Autos parken könntest. Darin befindet sich eine Gedenktafel, die an den Tod von Marcus erinnert. Außerdem befindet sich seine Tauchausrüstung dort. Ein schöner Zimmermannstock (Stenz) wurde schon bald gestohlen.

Ich weis nicht mehr, ob es 1996 oder 1997 war - ich müsste mal wieder Marcus Cave besuchen, auf der Tafel steht es nämlich genau - klingelte mitten in der Nacht das Telefon. Ich war erst seit ein paar Tagen wieder in Deutschland. Mein Freund Yusuf teilte mir damals mit, Marcus habe sich das Leben genommen. Marcus war ein österreichisches Original. U. A. eröffnete er die erste Tauchschule auf der philippinischen Trauminsel Boracay. Er liebte Tieftauchgänge.

Die Höhle hat aber noch mehr zu bieten. Eine riesige Gorgonie hängt von der Decke. Manchmal ruhen sich hier Riffhaie aus. Und natürlich ist da die Atmosphäre eines tiefen Tauchgangs und die ganz besonderen Lichtverhältnisse.

Dieser Tauchgang ist natürlich nur sehr erfahrenen Tauchern vorbehalten. Außerdem kennen nur Wenige die genaue Lage.

5. Sweetlip Corner

Tiefe: 55m - Anfahrt: 10min

Nach einem Blauwasser Abstieg auf ca. 40 Meter, erreichst du einen Wald aus Peitschenkorallen. Hier triffst du auf große Doktorfische und Langnasen Straßenkehrer, die zusammen mit Stachelmakrelen durchs Wasser jagen. Am Rand beginnt eine Wand, die auf 55 Meter abfällt. Die Wand führt zu einem großen Felsen, der in einen Tunnel übergeht, den du durchtauchen kannst. Der Tunnel beginnt auf ca. 50 Meter. Halte dich links und nach ein paar Metern hat dich das Tageslicht wieder.

Während des ganzen Tauchgangs kannst du auf einen großen Schwarm der Namensgeber diese Tauchplatzes stoßen: Sweetlips, Süßlippen. Auch Riffhaie streifen manchmal an der Wand entlang.

Bei Ebbe kann dich die Strömung zum Marcus Cave führen. Die Sweetlip Corner ist ein Klasse Tauchgang - allerdings nur für fortgeschrittene Taucher. Außerdem ist der Tauchspot nicht einfach zu finden.

6. Dry Dock

Tiefe: 25m - Anfahrt: 10min

Auch das Dry Dock (Trockendock) ist ein künstliches Riff. Die Stahlkonstruktion liegt auf sandigem Boden neben einer kleinen Riffkante, die auf ca. 35m Tiefe führt. Auf der sandigen Fläche um das Wrack siehst du häufig Blaupunkt Stachelrochen und andere Sandbewohner. Das Wrack selbst ist mit zarten Korallen und verschiedenen Schwämmen bewachsen. Diese werden von Anglerfischen bewohnt, die ihre Farbe perfekt auf diese Umgebung abgestimmt haben. Viele größere Fischarten wie Fledermausfische, verschiedene Süßlippenarten, Schnapper und Doktorfische schwimmen zwischen den Säulen des Dry Dock.

Falls es die Strömung erlaubt, schwimmst du zum Auftauchen Richtung Küste, wo du noch auf ein sehr schönes, kleines Riff stößt.

7. St. Christopher Wrack (Anton´s Wrack) 

Tiefe: 20-25m - Anfahrt: 5min

Das St. Christopher Wrack ist ein altes Holzwrack. Inzwischen ragen nur noch ein paar Spanten aus dem Holzkiel heraus. Wie fast alle Wracks in der Gegend, wurde das St. Christopher Wrack absichtlich versenkt, um auf dem sandigen Boden ein künstliches Riff zu bilden.

Diese Aufgabe wurde hier mehr als erfüllt. Die Holzreste sind über und über mit bunten Federsternen und Weichkorallen bewachsen. Viele Fledermausfische und junge Schnapper fühlen sich von dem Wrack angezogen. In den Sandflächen um das Wrack, siehst du häufig Blaupunkt Stachelrochen. Wie überall bei den Tauchplätzen um Sabang, solltest du genau hinsehen. Tarnung ist eine sehr häufig angewendete Art der Selbstverteidigung vieler Meereslebewesen. Auch das St. Christopher Wrack wird von vielen Skorpionsfischen und Anglerfischen bewohnt. Sogar den sehr seltenen Mimik Oktopus habe ich hier schon gesehen.  Also: genau hinsehen. Bei Nachttauchgängen kommen noch viele Krabben, Shrimps und andere nachtaktive Tiere dazu.

Nicht weit vom Wrack, auf nur 8m, findest du eine kleine Korallenformation. Das besondere an diesem Tauchplatz: vor allem in der Abenddämmerung kommen viele Mandarinfische aus ihren Verstecken.

Wenn es die Strömung erlaubt, besuche ich diesen Spot sehr gerne von der Almajane kommend. Bei dieser Kombination ist NITROX sehr zu empfehlen.

8. M/V Almajane

Tiefe: 25-30m - Anfahrt: 5min

Im März 2003 war es soweit. Die M/V Almajane wurde von der PGDA (Puerto Galera Dive Shop Association) versenkt. Sie liegt jetzt völlig aufrecht auf 30m auf sandigem Boden vor dem Small La Laguna Beach. Selbstverständlich wurde das Schiff vor der Versenkung von allen Schadstoffen und gefährlichen Objekten befreit und kann nun sicher betaucht werden. Große Ladeluken ermöglichen es, in das Wrack einzudringen. Es empfiehlt sich zwar eine Lampe mit zu nehmen, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Auch der Frachtraum wird vom Tageslicht erreicht. Der Abstieg erfolgt normalerweise an einer Bojenleine.

Die Almajane ist gerade zu dafür geschaffen Kurse wie Tieftauchen, NITROX, und natürlich Wracktauchen durchzuführen.

Unglaublich schnell wurden die verschiedensten Arten von dem neuen künstlichen Riff angezogen. Süßlippen, Schnapper, Fledermausfische, Stachelmakrelen, und viele mehr haben hier ihren festen Wohnsitz. Im sandigen Boden um das Wrack sieht man sehr häufig Blaupunkt Stachelrochen. Auch im Innern blüht das Leben. Gebänderte Seenadeln, Feuerfische, Skorpion Fische, Anglerfische, Oktopusse, und, und, und,... Auf den Decks haben sich filigrane Weich- und Hartkorallen angesiedelt.

Erfahrene Taucher werden bei einem Nachttauchgang noch viel mehr entdecken.

Falls es Strömung, Atemgasvorrat und Grundzeit erlauben, kann man noch zum St. Christopher Wrack weitertauchen.

9. Sabang Bay

Tiefe: 4-18m - Anfahrt: 2min

Auf den ersten Blick können sich die wenigsten vorstellen, dass sich das Tauchen in der Sabang Bay lohnen könnte. In der Hausbucht von Sabang herrscht reger Bootsverkehr und wird von den landestypischen Bankas (Auslegerboote) als Ankerplatz benutzt. Und trotzdem lässt sich jeder Zweifler sehr schnell vom Gegenteil überzeugen. Manche Taucher, vor allem Unterwasserfotografen, gehen hier immer und immer wieder tauchen. Der Grund:

Die unglaubliche Vielfalt an seltenen Meeresbewohnern, die hier auf relativ kleinem Raum zusammen kommen. Geisterpfeifenfische, Schaukelfische, Kauri Schnecken, Flundern, Stachelrochen, Schildkröten, Anglerfische, Seeschlangen, Schlangenaale, Harlekin Geisterpfeifenfische, Seenadeln, Gebänderte Seenadeln, Sepien, Blauring Oktopus, und, und, und, kann man hier nicht selten bei einem einzigen Tauchgang beobachten. Um größere Korallenblöcke kreisen unzählige Schwarmfische, darunter auch junge Barrakudas.

Eine Kuriosität findet sich auch noch in der Sabang Bay: auf 10 Meter liegen die Überreste des Cockpits eines Zero Fighters (japanisches Kampfflugzeug aus dem 2. Weltkrieg). Viel ist nicht mehr davon übrig. Aber wer genau hinsieht, findet in der Bodenplatte eine große Maschinenkanonen Patrone.

Die Sabang Bay wird gerne zur Anfängerausbildung genutzt. Hier auf dem sandigem Boden können Übungen durchgeführt werden, ohne empfindliche Unterwasserlebewesen zu beschädigen.

Wie schon gesagt: in der Sabang Bay herrscht reger Bootsverkehr. Noch mehr als bei anderen Tauchplätzen in Puerto Galera rate ich dir unbedingt eine Oberflächen Signalboje dabei zu haben. Und schau beim Auftauchen bitte nach oben. Es ist nicht angenehm mit dem Kopf einen Bootsrumpf zu rammen, oder zwischen Auslegern aufzutauchen.

10. Sabang Wracks

Tiefe: 16-20m - Anfahrt: 2min

Weltbekannt: Die Sabang Wrecks! Dies ist der Platz für Unterwasserfotografen. Viele Unterwasserfotos in Tauchmagazinen und Unterwasser Bildbänden international bekannter Unterwasserfotografen, entstanden an den Sabang Wrecks. Die atemberaubende Vielfalt an seltenen Arten auf kleinem Raum, lassen mich immer und immer wieder an den Sabang Wracks tauchen - ich bin nicht der Einzige, dem es so geht!

Inzwischen gibt es drei Wracks, die bei klarem Wasser in Sichtweite von einander liegen. Das östlichste ist das älteste der Sabang Wrecks. Jetzt recht verfallen, liegt es auf 18 Meter. Es ist ein altes Holzboot (Nachbau einer chinesischen Dschunke), das Anfang der 1990er Jahre als künstliches Riff versenkt wurde. 15 Meter weiter westlich, liegt auf ca. 16 Meter ein zweites Holzwrack. Auf 19-20 Meter findest du eine kleine Stahlyacht, die als letztes zum Sabang Wreck wurde. Die Yacht stand früher aufrecht auf Stahlstelzen, bis sie im Mai 2006 ein tropischer Sturm auf die Backbordseite kentern lies.

Die Sabang Wracks kannst du von der Mitte der Sabang Bay aus erreichen, oder du tauchst einfach an der Boje ab, die den Tauchplatz markiert. Schon auf dem Weg nach unten, wirst du von vielen Fledermausfischen umkreist. Von Natur aus neugierig, haben sie jede Scheu vor Tauchern verloren. Außerdem warten sie auf etwas Fressbares. Das Leben um und an den Wracks ist eigentlich gar nicht in kurzen Sätzen zu beschreiben. So vielfältig ist es hier.

Wenn du dich ruhig verhältst, bekommst du von Putzerfischen deine Ohren gereinigt. Dasselbe besorgen Putzergarnelen an deinen Fingern. Alles, was in Sachen Tarnung Rang und Namen in der Unterwasserwelt hat, wirst du hier garantiert finden. Steinfische, Skorpionfische, Anglerfische, Schaukelfische, Harlekin Geisterpfeifenfische, Sternengucker,... Diese beeindruckende Aufzählung kann jederzeit erweitert werden. Um die Wracks schwimmen große Doktor- und Papageienfische.

Auch die sandigen Areale um die Sabang Wracks haben einiges zu bieten. Im Sand findest du Flundern und Blaupunkt Stachelrochen. Und viele "Kleinigkeiten", die das Herz von allen Makro Anhängern höher schlagen lassen.

Und jetzt noch ein guter Rat: Bitte reise nicht von Puerto Galera ab, bevor du nicht mindestens einen Nachttauchgang bei den Sabang Wracks gemacht hast!

11. Sabang Point

Tiefe: 0-21m - Anfahrt: 1min

Direkt vor der Haustüre der Octopus Divers: Sabang Point. Als Sabang Point wird der Felsen bezeichnet, der die Sabang Bay im Osten abschließt. Teile des gesunden Riffs können bei starker Ebbe trocken fallen. Schon im knöcheltiefen Wasser blüht das Leben. Hier ist die Kinderstube von vielen Unterwasserlebewesen. Überall wimmelt es von Jungfischen, Krabben, Seesternen und Anderen. Auch Oktopusse findet man schon in diesem sehr flachen Bereich.

In der Dämmerung und nach Einbruch der Dunkelheit, sieht man häufig Einheimische gebückt durch das Wasser waten. Viele Leuchten mit Taschenlampen auf den Boden. Oft werde ich gefragt was die da machen. Sie sammeln ganz einfach alles auf, was sich bewegt, um ihren Speisezettel aufzubessern. Warum kommen so wenige auf die einfache Antwort? Eines Tages kamen ein paar Kinder mit einem Eimer zu uns in den Tauchshop. Im Eimer: ein Blueringed Octopus! Der Finder, der in mit der bloßen Hand fing, hatte einen aufmerksamen Schutzengel...

Das Tauchen am Sabang Point ist einfach fantastisch! Korallenfische, Federsterne, Papageienfische, Schnapper, Schwärme junger Thunfische - man kann unmöglich alles anführen. Auch einige Geistermuränen in verschiedenen Altersstadien bewohnen die Gegend. Sehr oft siehst du hier Schildkröten und Seeschlangen.

Normalerweise ist der Tauchplatz Sabang Point auch für Anfänger sehr gut zu betauchen. Zu manchen Zeiten können aber auch heftige Strömungen am Sabang Point auftreten. Dann ist man froh das ein Boot auf einen wartet und man nicht, gegen die Strömung, zum Ausgangspunkt schwimmen , oder gar mit der schweren Tauchausrüstung am Strand zurücklaufen muss. Unbedingt machen: ein Nachttauchgang am Sabang Point!

12. Deep Monkey Wreck

Tiefe: 42m - Anfahrt: 2min

Ursprünglich sollte das "tiefe" Monkey Wrack gar nicht so tief liegen. Anfang der 1990er, wurde das Holzboot auf 24m versenkt, um dort ein künstliches Riff zu bilden. Schon bald haben aber starke Stürme und Strömungen das Wrack immer weiter absinken lassen. Jetzt liegt es auf 42m und hat auf seiner Talfahrt viele Federn lassen müssen. Trotzdem ist es ein sehr lohnender Tauchgang. Aufgrund seiner exponierten Lage, hat es zahlreiche Bewohner angezogen. Große Fledermausfische, Schnapper, Süßlippen und Andere leben hier. Schwärme von Doktorfischen und Tunas umschwimmen das Wrack.

Taucht man vom Wrack in Richtung offene See, erreicht man bei ca. 45m eine Riffkante, die auf ca. 50m abfällt. Filigrane Korallen und diffuses Licht schaffen hier eine ganz besondere Atmosphäre.

Das Monkey Wrack ist nur etwas für fortgeschrittene Taucher. Um es zu erreichen ist ein Blauwasserabstieg auf mindestens 35m nötig. Starke Strömungen machen es schwer das Wrack zu finden.

13. Monkey Beach

Tiefe: 2-25m - Anfahrt: 2min

Gleich um die Ecke: der Monkey Beach. Tatsächlich kann man ab und zu kleine Affen in den Bäumen am Strand herumturnen sehen. Der Tauchplatz Monkey Beach kann bei jedem Gezeitenstand betaucht werden. Du springst einfach mitten in der Bucht ins Wasser und tauchst mit der Strömung. Durch die Form der Bucht bedingt, kann die meist leichte Strömung, je nach Tiefe, die Richtung wechseln.

Direkt unter der Wasseroberfläche beginnt das rege Unterwasserleben. Alle Arten von Weich- und Hartkorallen dienen unzähligen kleinen und großen Korallenfischen als Schutz und Nahrung. Sehr oft wird man von Schildkröten begleitet. Verhältst du dich ruhig und wirst nicht zu aufdringlich, werden sie dir vielleicht einen kurzen Blick zu werfen und dann mit dem fortfahren, was sie am liebsten machen: fressen.

Auf 20 Meter findest du das Wrack einer kleinen Stahlsegelyacht. Auch dieses Boot wurde, nachdem es von allen Schadstoffen gereinigt wurde, als künstliches Riff versenkt.

Der Tauchspot Monkey Beach bietet viel für Unterwasser Fotografen und ist auch für Beginner sehr gut geeignet.

14. Ernie´s Cave

Tiefe: 3-30m - Anfahrt: 5min

Ich muss dich leider enttäuschen. Ernie gibt es nicht mehr. Ernie war ein großer Zackenbarsch, der in einer Einbuchtung auf ca. 21m lebte. Nur der Name des Tauchspots ist geblieben.

Auch wenn "der Ernie" nicht mehr da ist, kannst du hier viele Zackenbarsche finden (dies gilt übrigens für fast alle Tauchspots von Puerto Galera). Besonders farbenfroh sind z. B. der Juwelenzackenbarsch und der Mondsichelzackenbarsch. Auf beide wirst du auf deinen Tauchgängen treffen. Aber auch größere Arten kannst du entdecken. Leider sind die "Großen" recht scheu. Du musst dich ihnen sehr vorsichtig annähern und geduldig sein. Wenn sie merken, dass du keine Gefahr für sie darstellst, werden sie etwas mutiger.

Auch ohne Ernie hat der Tauchplatz viel zu bieten. Du wirst kaum einen sandigen Platz finden. Jeder Quadratzentimeter ist von standortfesten Tieren besetzt.

Oft ist Ernie´s Cave Ausgangspunkt für Strömungstauchgänge. Je nach Ebbe oder Flut in die eine oder andere Richtung.

15. Wreck Point

Tiefe: 0-3m - Anfahrt: 5min

Bei Ebbe siehst du am Strand die Überreste eines Stahlwracks. Das Schiff ist hie vor vielen Jahren bei einem Taifun aufgelaufen. Fast alles wurde geborgen und abgebaut. Da es hinter einem Wall von Geweihkorallen liegt, kommt man von der Seeseite nur bei hoher Flut an das Wrack heran. Und auch dann ist es sehr schwer einen Weg zu dem Schiff zu finden. Schnorchelausrüstung reicht auch völlig aus, um das Wrack zu erkunden.

Der Wreck Point wird normalerweise als Ausgangspunkt für Tauchgänge zur Dungon Wall (bei Ebbe) oder bei Flut für einen West Escarceo Strömungstauchgang genommen.

16. Dungon Wall / Wrack

Tiefe: 12-28m - Anfahrt: 5min

Die Dungon Wall: eine kleine Wand, die viel zu bieten hat. Vor allem Makro Fotografen kommen hier auf ihre Kosten. Du findest hier verschiedenfarbige Nacktschnecken, Skorpionfische, Feuerfische und viele andere Arten von Korallenfischen. Die Wand ist über und über mit Federsternen bewachsen. Die Fächerkorallen bieten noch etwas ganz besonderes. Du brauchst dazu aber ein besonders gute Augen oder eine Lupe. In vielen Gorgonien leben winzig kleine Pygmäen Seepferdchen!

Du solltest dich aber nicht nur auf die Wand konzentrieren. Ein Blick ins Blauwasser kann sich lohnen. Oft sieht man einen großen Schwarm Makrelen oder andere Schwarmfische.

Auf ca. 27m findest du das 12m lange Wrack eines Katamarans, der den verschiedensten Arten ein Zuhause bietet. Auch hier kommt jeder Unterwasser Fotograf auf seine Kosten.

17. West Escarceo

Tiefe: 4-25m - Anfahrt: 5-10min

Der Tauchplatz West Escarceo zeichnet sich durch eine enorme Artenvielfalt aus. Viele Arten von Hart- und Weichkorallen, große Korb- und Röhrenschwämme und eine große Anzahl von Federsternen verschiedenster Farben. Schmetterlingsfische, Husarenfische, Rotzahn Drückerfische, Kugelfische, Zackenbarsche und noch viele andere Korallenfischarten kommen an diesem Tauchplatz in großer Anzahl vor. Auch die Unterwasserlandschaft ist sehr abwechslungsreich.

Bei Flut machst du einen aufregenden Strömungstauchgang, an dessen Ende du durch das Hole in the Wall tauchen kannst. Bei stärkerer Strömung lässt du dich in die Canyons treiben. 

18. Hole in the Wall

Tiefe: 5-18m - Anfahrt: 10min

Einer der besten Tauchspots von Puerto Galera: Hole in the Wall. In ca. 18m beginnt eine großartige Felsformation, die über und über mit Federsternen und Korallen bewachsen ist. Zackenbarsche, Langnasen Straßenkehrer, Süßlippen und viele andere Arten von Korallenfischen suchen hier Schutz. Bei Strömung kreisen Tunas, Stachelmakrelen und andere größere Schwarmfische über deinem Kopf.

Auf 12m ist dann das "Loch in der Wand". Vor allem bei Strömung stehen Süßlippen darin. Bei Sonnenschein bieten sich dem Unterwasser Fotografen unglaubliche Lichteffekte. Das Hole in the Wall ist groß genug, dass ein Taucher mit guter Tarierungskontrolle durchtauchen kann. Schwimmt man aus Richtung West Escarceo durch das Hole, kann man auf einem schmalen Sandstreifen vor einer riesigen Hirnkoralle Schutz vor der Strömung finden und über sich die kreisenden Fischwärme beobachten.

Vor allem bei starker Strömung sollte man sich einem erfahrenen Tauchguide anvertrauen. Allzu schnell wird man sonst über die Wand und ins Blauwasser getrieben. Ein ortskundiger Tauchführer findet die Strömungsschatten und führt dich dann zum Austauchen z. B. zur Pink Wall oder einem Wald aus Peitschenkorallen.

West Escarceo zum Hole in the Wall = Strömungstauchen vom Feinsten!

19. Fish Bowl

Tiefe: 45m - Anfahrt: 10min

Vieles, was ich zu den Canyons geschrieben habe, trifft auch für den Tauchplatz Fish Bowl zu. Das gilt vor allem für die Strömungsverhältnisse. Aber schon alleine durch die Tiefe bleibt dieser Tauchspot geübten Tauchern vorbehalten.

Während man bei den Canyons rechts abbiegt, folgt man der Riffkante um zur Fish Bowl zu gelangen. Auch ein Blauwasserabstieg zum felsigen Rand auf 40m ist möglich. Der Platz gleicht tatsächlich einer Schüssel (engl. bowl = Schüssel). Der Rand liegt auf 40m, der sandige Boden auf ca. 45m.

Interessant macht diesen Tauchplatz die Möglichkeit, größere Arten zu sehen. In der sandigen Schüssel schwimmen ab und zu Weisspitzen Riffhaie. Im Blauwasser kreisen häufig große Thunfischschwärme. Große Zackenbarsche nutzen die Riffkante als Schutz.

Wenn es die Strömung erlaubt, kann man den Tauchgang in den Canyons beenden.

20. Canyons

Tiefe: 23-33m - Anfahrt: 10min

Für die Meisten, die das Tauchen in Sabang kennen, sind die Canyons "der" Tauchplatz. Für Manche, im Strömungstauchen Ungeübte, können die Canyons aber auch zum Alptraum werden. An der Westspitze von Sinandigan gelegen, können hier zwei Strömungen aufeinander treffen, die sich dann gegenseitig verstärken. Vor allem die nordwärts Gerichtete sorgt dafür, dass eine starke Abwärtsströmung entstehen kann. Manchmal so stark, dass man seine eigenen Luftblasen in der Tiefe verschwinden sehen kann.

Was sollst du also da? Ganz einfach. Je mehr Strömung, desto mehr und größere Fische! Natürlich hat alles seine Grenzen. Gute Tauchguides wissen um die Gezeiten und können die Verhältnisse gut einschätzen. Sie passen den Einstiegspunkt dementsprechend an und kennen die Unterwassertopographie genau. Und vor allem: ganz selten sind die Bedingungen so extrem, wie geschildert.

Die günstigste Zeit zum Einstieg ist kurz vor Hochwasser. Bei Ebbe sollte man einen anderen Tauchplatz wählen.

Bei den Canyons wirst Du eine überwältigende Unterwasserlandschaft antreffen. Meist beginnt der Abstieg nahe beim Hole in the Wall. Die Strömung treibt dich dann entlang einer Riffkante oder einer von Korallenblöcken gesäumten Mulde, in Richtung des ersten von insgesamt drei Canyons. Den ersten Canyon erreichst du entweder über seine Kante in ca. 22m, oder über einen von zwei Einschnitten auf ca. 30m. Um zu den beiden anderen Canyons zu kommen, "springst" du entweder über deren Kanten, oder du näherst dich, wie beim ersten Canyon, von hinten an. Um von einem zum nächsten Canyon zu kommen kann es sein, dass du ein paar Meter gegen die Strömung schwimmen musst.

Innerhalb der Canyons bist du in den meisten Fällen im Strömungsschatten und kannst es dir auf der sandigen Fläche bequem machen. Um dich herum tummelt sich das Leben. Die Wände der Canyons sind übersäht mit allen Variationen von Hart- und Weichkorallen. Alle Korallenfischarten, die du von anderen Tauchplätzen um Puerto Galera kennst, umschwärmen dich auch in den Canyons. Nur in noch größerer Zahl. Es ist fast unmöglich bei diesem Tauchgang keinen Oktopus zu sehen. Die Canyons sind das Revier von größeren Zackenbarschen. Oftmals sieht man sie zusammen mit vielen Süßlippen und großen Fledermausfischen neben einer der großen Gorgonien stehen.

Was die Canyons aber zu "dem" Tauchspot von Puerto Galera macht, sind die riesigen Schwärme größerer Arten, die vor allem bei ordentlicher Strömung überall zu sein scheinen. Nur ungern machen sie für dich Platz, wenn du dich ihnen auf wenige Meter näherst. Über dir kreisen Schulen von Makrelen, Schnappern, Thunfischen und Barrakudas. Immer wieder schießen Stachelmakrelen durchs Wasser um, zusammen mit Langnasen Straßenkehrern, Jagd auf die reichhaltige Beute zu machen.

Viel zu schnell wirst du an deine Grundzeit stoßen. Hier empfiehlt sich NITROX (EAN 32 ist ideal). Du tauchst dann über den dritten Canyon hinweg. Auf der gegenüber liegenden Seite musst du noch einmal ein bisschen aufpassen. Die Strömung kann hier noch einmal stark zulegen und dein Ziel ist es, einen großen, alten Anker auf 25m zu erreichen und dich daran fest zu halten. Von hier geht es dann zum Sicherheits- oder Dekostopp. Während des Aufstiegs solltest du unbedingt die Augen offen halten. Nicht selten wirst du von großen Thunfischen und Barrakudas umkreist. Ein unvergessliches Erlebnis im Blauwasser.

An der Oberfläche wirst du überrascht sein, wie weit es dich vom Ufer abgetrieben hat. Unsere Bootsmänner kennen zwar die Strömungsverhältnisse und jeder Tauchguide setzt eine Signalboje. Gerade bei Strömungstauchgängen kann es aber passieren, dass man von der Gruppe getrennt wird und alleine auftauchen muss. Wie beim Notfallmanagement beschrieben, gehört daher für mich eine Oberflächenboje zur Grundausstattung eines jeden Tauchers!

21. Pink Wall

Tiefe: 5-15m - Anfahrt: 10min

Die meisten Tauchplatzbeschreibungen über die Pink Wall stimmen leider nicht mehr. Früher war die Pink Wall eine kleine, überhängende Wand, über und über mit rosa farbigen Weichkorallen besiedelt, die dem Tauchspot seinen Namen gaben. Im Mai 2006 wütete über eine Woche lang ein tropischer Sturm. An seinem Höhepunkt war die Brandung so stark, das die Pink Wall einbrach und viele der Korallen unter sich begrub. Aber im gleichen Moment wie die Kräfte der Natur etwas zerstören, formen sie etwas Neues.

Aus dem abgebrochenen Überhang ist ein neuer Canyon artiger Einschnitt entstanden, den man problemlos betauchen kann. Das Fischleben ist so reich wie eh und je. Sogar ein junger Napoleon pendelt jetzt zwischen Pink Wall und den Sinandigan Steps. Auch die Weichkorallen vermehren sich schneller, als Viele angenommen haben.

Die Tauchplatz Pink Wall eignet sich sehr gut zum Austauchen. Je nach Strömung kann man vom Atoll, Hole in the Wall, Sinandigan Bay, Sinandigan Steps oder den Shark Caves kommen.

22. Shark Caves

Tiefe: 25-27m - Anfahrt: 10min

Willst du bei einem Tauchgang in der Region Sabang - Puerto Galera Haie sehen, dann musst du zu den Shark Caves. Auf ca. 26 Meter Tiefe findest du eine kleine Grotte. Der Eingang ist nicht höher als 1 Meter bei ca. 10 Meter Breite.

Die Shark Caves sind bevorzugter Ruheplatz von Weisspitzen Riffhaien. Fast immer ist jemand "zu Hause". Oft liegt ein ausgewachsenen Hai Weibchen ruhend auf der Sandfläche. Man kann dann sehr gut beobachten, wie sie sauerstoffhaltiges Wasser durch ihre Kiemen pumpt. Nicht selten sind auch ein paar Junghaie in der Höhle. Neugierig kreisen sie manchmal herum, um mit ihren empfindlichen Sinnesorganen die am Eingang liegenden Taucher abzutasten.

Es gibt aber auch noch andere Bewohner in den Shark Caves. Viele kleine Fischarten und auch Süßlippen teilen sich den Schutzraum mit den Haien. Auch Stachelrochen sieht man oft.

Es passiert nicht oft, aber manchmal ist kein Hai in der großen Grotte. Gleich daneben findest du noch ein paar kleinere Einschnitte. Diese nutzen vor allem Junghaie als Behausung. Auch Oktopusse sind hier häufig anzutreffen.

Vergiss nicht eine Unterwasserlampe mit zu den Shark Caves mit zu nehmen. Am besten betauchst du die Shark Caves bei Flut. Je nach Strömung, kannst du diesen Tauchgang mit den Canyons oder dem Atoll kombinieren.

23. The Atoll 

Tiefe: 20-32m - Anfahrt: 10min

Einer meiner Lieblingstauchplätze!

Das Atoll ist ein Unterwasserfelsen, der fast vollständig mit Weichkorallen besiedelt ist. In vielen Ritzen verstecken sich Muränen, um den ganzen Felsen tummeln sich wahre Wolken aus Korallenfischen. Verschiedene Arten von Nacktschnecken tragen zu der ohnehin überwältigenden Farbenpracht bei.

Auf einer Seite ist ein leichter Überhang, unter dem man zahlreiche Skorpions- und Feuerfische findet. Oktopusse und Sepien sieht man bei fast jedem Tauchgang. Umschwimmt man den Felsen weiter, kommt man an eine kleine Grotte, in der ein großer Zackenbarsch lebt. Leider ist er sehr scheu und zieht sich tiefer in seine Höhle zurück, wenn ihm zu viele Taucher auf die Pelle rücken. Am Fuß des Atolls, auf ca. 32m befindet sich eine Höhle. Manchmal ziehen sich Weisspitzenriffhaie darin zurück. Von da aus, taucht man spiralförmig nach oben bis zum Plateau auf 20m.

Obwohl es sich ganz bestimmt lohnt, seinen ganzen Tauchgang am Atoll zu verbringen, kann man ihn auch mit den Shark Caves verbinden und z. B. bei der Pink Wall austauchen.

24. Sinandigan Bay

Tiefe: 3-18m - Anfahrt: 10-15min

Die Sinandigan Bay ist eine größere Bucht, östlich von Sabang. Die Tiefe nimmt sehr langsam zu. Der Boden ist sandig und von Korallengeröll bedeckt. Dies macht den Platz ideal für die Anfänger Tauchausbildung und zur Unterwasser Navigation.

Trotzdem ist der Tauchplatz alles andere als langweilig. Immer wieder erheben sich Korallenstöcke, die von allen Arten von Korallenfischen bewohnt werden. Sehr häufig sieht man Muränen aus ihren Löchern schauen. Papageienfische durchwühlen das Korallengeröll nach Fressbarem. Dabei produzieren ausgewachsene Exemplare ca. 1 Tonne (!) feinen Korallensand pro Jahr.

Auf ca. 18 Meter beginnen dann die Sinandigan Steps. Im Süden stößt man auf die Kilima Wall. Tauchst du nach Norden, kommst du zur Pink Wall.

25. Sinandigan Steps

Tiefe: 18-30m - Anfahrt: 10-15min

Die Sinandigan Steps erstrecken sich entlang der Sinandigan Bay. Bei ca. 18 Meter startet die erste Stufe, nach 5-6 hat man dann ca. 30 Meter Tiefe erreicht. Diese Gegebenheiten machen den Tauchspot Sinandigan Steps ideal für Multilevel Tauchgänge. Bei starker Strömung bei Voll- oder Neumond, sind die Sinandigan Steps Teil der Kilima Drift.

Auch bei schwächerer Strömung solltest du ab und zu ins Blauwasser sehen. Oft siehst du große Thunfisch Schwärme und - mit etwas Glück Adlerrochen. Große Fledermausfische, Doktorfische und andere mittelgroße Fischarten sind immer hier zu sehen. In Korallen- und Felsspalten wohnen verschiedene Muränenarten. Auf einer nur 1 Quadratmeter großen Fläche, habe ich schon 6 (!) Muränen aus ihren Behausungen ragen sehen.

Bei nicht zu starker Strömung kann man hier sehr gut die Techniken zum Strömungstauchen üben. Bei starker Strömung sollten sich allerdings nur geübte Strömungstaucher mit einem guten Tauchguide ins Wasser wagen.

26. Kilima Wall

Tiefe: 5-35m - Anfahrt: 15min

Die Kilima Wall ist ein Nacktschnecken Paradies. Es gibt sie hier in allen erdenklichen Formen und Farben. Tausende von kleinen gelben Seegurken sind hier zu finden. Diese werden oft, fälschlicherweise, als Nacktschnecken angesehen. Alle Arten von Korallenfischen sind hier zu Hause. Im Blauwasser ziehen oft Tunas, Makrelen und Barrakudas vorbei.

Die Wand beginnt schon in flachem Wasser und fällt dann in verschieden Stufen auf bis ca. 35 Meter ab. Die flacheren Bereiche sind aber auch sehr gut von "Tauchnovizen" zu erforschen. Gerade in den flachen Bereichen liegen Felsen, die kleine Einschnitte und Durchgänge formen. Bei Ebbe ist die Sicht im Flachbereich nicht immer ganz gut.

Die unglaubliche Artenvielfalt - vor allem bei den kleinen Riffbewohnern - lassen Unterwasserfotographen immer wieder an diesen Tauchplatz zurückkommen.

27. Kilima Drift

Tiefe: 12-30m - Anfahrt: 15min

Strömungstauchen = Kilima Drift! Die Mondphasen bestimmen die Stärke der Strömung. Kurz vor, während und nach Vollmond und - noch extremer - Neumond, sind die Gezeitenunterschiede am stärksten und damit die Strömung am heftigsten. Bis zu 6 Knoten (ca. 11km/h) können die Strömungen dann erreichen.

Je Tiefer man diesen Tauchgang ansetzt, desto trickreicher wird er. Man rast entlang der Sinandigan Steps Richtung Atoll und den Shark Caves. Ist man jetzt nicht zu tief, kann man es um die Ecke zum Hole in the Wall schaffen. Ist man noch tiefer als 18 Meter, fliegt man Richtung Canyons. Hier ist dann absolute Vorsicht angesagt! Starke Abwärtsströmungen können oft nur durch eine vollständig aufgeblasene Tarierweste ausgeglichen werden. Eine genaue Tiefenkontrolle - vor allem beim Aufstieg - ist unumgänglich!

Die Kilima Drift kann ein recht anstrengender Tauchgang sein. Aber es ist auch ein unglaubliches Erlebnis so durch das Wasser zu rasen. Außerdem wird man durch Schwärme großer Thunfische, Stachelmakrelen, Barrakudas und vielem mehr für die Anstrengung belohnt.

Dieser Tauchgang ist nur etwas für erfahrene Taucher, die sich an einen erfahrenen Tauchguide halten. Einen guten Guide für die Kilima Drift erkennst du u. A. daran, dass er "Nein" zu dir sagen wird, falls er die Situation für zu gefährlich einstuft oder er von deinem Können nicht überzeugt ist.

Trotz eindringlicher Warnung durch sehr erfahrene Taucher, führte ein noch jüngerer Guide den Tauchgang durch. Zwei Taucher wurden wahrscheinlich von einer Abwärtsströmung erfasst. Sie wurden nie gefunden...

28. Turtle Rock

Tiefe: 20-43m - Anfahrt: 15min

Der Name Turtle Rock könnte einem suggerieren, dass man hier besonders häufig auf Schildröten stößt. Das ist aber nicht der Fall. Natürlich kann man auch hier auf Schildkröten treffen - aber das gilt auch für die anderen Tauchplätze um Sabang und Puerto Galera. Für den Namensgeber erinnerte die Form des Felsens an eine Schildkröte. Das solltest du aber für dich selbst bei einem Tauchgang am Turtle Rock beurteilen. Du tauchst bis zum Fuß der Kilima Wall. Bei der meist guten Sicht in der Tiefe, kannst du den Turtle Rock von da aus schon sehen. Spiralförmig kannst du dann bis zum Plateau auf ca. 20 Meter auftauchen.

Dieser Tauchplatz hat eine ganz besondere Atmosphäre. Kann das Wasser beim abtauchen auch etwas trübe sein, wird es auf 30-35 Meter plötzlich glasklar. Der Turtle Rock ist sehr schön mit Korallen bewachsen und beheimatet alle ortsansässigen Korallenfischarten. Du solltest aber auch auf Begegnungen der besonderen Art gefasst sein:

Im Januar und Februar, wenn das Wasser hier am kältesten ist (22-24°C), können dich plötzlich Fuchshaie umkreisen. Mit etwas Glück siehst du bis zu 7 Fuchshaie bei einem Tauchgang!

29. Coral Cove - Riesen Seepferdchen

Tiefe: 30-40m - Anfahrt: 15-20min

Wer Riesenseepferdchen sehen möchte, muss zur Coral Cove. Nur wenige Tauchbasen und Tauchguides in Puerto Galera wissen, dass es die großen Seepferdchen hier gibt. Es wurden bisher auch nur 4 Exemplare der bis zu 25cm großen Tiere gesehen. Werden sie zu häufig besucht oder gar angefasst, ziehen sie sich in größere Tiefen zurück und sind dann oft längere Zeit nicht zu entdecken.

Bleibt die Suche erfolglos, taucht man Richtung Strand. Dort findet man ein kleines Korallenriff, dass mit vielen Korallenfischen und Kleinlebewesen bevölkert ist.

30. Jap Wrack

Tiefe: 42m - Anfahrt: 20min

Nicht weit von den Boulders, liegt das Jap Wreck in einer Tiefe von 42 Metern. Es sind die Überreste eines japanischen Patroulien Bootes. Nur noch die große Maschine, das Getriebe, das Stevenrohr und der Propeller sind noch vorhanden. An der Stelle, wo sich der Bug befand, liegen noch ein Anker, die Ankerkette und die Winsch.

Da das Wrack auf einer sandigen Ebene liegt - weit und breit gibt es sonst keine anderen herausragende Formationen - ist das Jap Wrack Anziehungspunkt für viele Fische. Früher war es Wohnung für 2 riesige Muränen, die wohl ins Seniorenheim umgezogen sind. Jetzt leben hier ihre Nachkommen, die ebenfalls schon eine beachtliche Größe haben. Große Süßlippen und Schnapper nutzen das Wrack als Deckung. Im und um das Wrack leben die verschiedenartigsten Korallenfische.

Das viele Leben und die einzigartige Atmosphäre in 42 Meter Tiefe, machen das Jap Wreck zu einem Top Motiv für Unterwasser Fotographen.

Das Jap Wreck ist nicht einfach zu finden. Es liegt weit vom Ufer entfernt und unterwasser gibt es keine Orientierungspunkte. Zum Wrack ist es ein reiner Blauwasserabstieg auf 42 Meter. Verpasst man es beim Abstieg, findet man es nur noch per Zufall.

Um die, mit Pressluft, sehr kurze Grundzeit zu verlängern, empfiehlt es sich mit der geeigneten NITROX Mischung zu tauchen.

31. The Boulders 

Tiefe: 5-35m - Anfahrt: 20min

Mit einer Fahrzeit von von ca. 20min, ist dies der östlichste Tauchplatz (abgesehen von Verde Island), der von Octopus Divers angefahren wird. Aber die Anfahrt lohnt sich. Die Unterwasserlandschaft der Boulders unterscheidet sich in Vielem von den anderen Tauchplätzen. Das wird schon an der Oberfläche sichtbar. Unter einer Steilwand ragen die Boulders (abgerundete Felsbrocken) aus der Wasseroberfläche.

Unterwasser setzt sich das Bild fort. Vielleicht ein Duzend dieser großen Brocken formen eine bizarre Unterwasserwelt mit Einschnitten zum Durchtauchen. Bei Sonnenschein ergeben sich fantastische Lichteffekte - und meist scheint auf den Philippinen die Sonne.

Gorgonien (Fächerkorallen) in allen Größen und Farben, Korbschwämme und viele verschiedene Weich- und Hartkorallen, Seegurken, Nacktschnecken, Steinfische, Skorpionfische, Schnapper und Süßlippen in erstaunlicher Anzahl bevölkern diesen einzigartigen Tauchplatz. Unterwasserfotografen lieben die Boulders.

Das meiste Leben spielt sich in Tiefen bis 18m ab. Das macht die Boulders auch für Neulinge im Tauchsport zu einem geeigneten Tauchziel. Es lohnt sich aber auch tiefer zu gehen. Auf ca. 35m stößt man auf ein Geröllfeld aus Korallenschutt. Hier findet man - was nicht viele Tauchguides wissen - ganz sicher Seepferdchen.

Am schönsten ist der Tauchgang bei Hochwasser. Bei Ebbe ist die Sicht nicht immer so gut.

32. Verde Island - Drop Off

Tiefe: bis 80m - Anfahrt: ca. 1 Std.

Verde Island Drop Off ist der absolute Top Tauchspot für mich! Der Tauchplatz ist ca. 1 Stunde Bootsfahrt von Sabang entfernt. Ideal ist es, einen Tagesausflug zu planen. Man trifft sich um 9 Uhr im Tauchshop, bereitet die Ausrüstung vor und fährt ca. 9:30 los. Um spätestens 10:30 bist du dann im Wasser. Nach dem Tauchgang gibt es ein leckeres Barbeque am Strand. Frisch gestärkt und ausgeruht, geht es dann zum zweiten Tauchgang am Drop off. Um ca. 16 Uhr bist du wieder zurück in Sabang.

Das Verde Island Drop Off liegt ca. 1,6 Kilometer südwestlich der Südspitze von Verde Island. Der enorme Unterwasserfelsen ragt nur knapp aus der Wasseroberfläche. Früher stand ein Leuchtturm auf dem Felsen, der aber vor Jahren einstürzte. Auf deinem Tauchgang wirst du auf Überreste des Bauwerks stoßen: große Steinquader, die jetzt von der Natur als Baumaterial benutzt werden. Bei höherem Seegang erfordert es großes seemännisches Geschick an einer der Felsspitzen fest zu machen, ohne die hölzerne Banka (philippinisches Auslegerboot) leck zu schlagen.

Vor allem bei Seegang und Strömung muss der Abstieg koordiniert erfolgen. Die Taucher steigen einzeln ins Wasser und jeder muss versuchen sich am Ausleger der Banka festzuhalten. Sind alle Taucher bereit, steigt man gemeinsam ab. Bei Strömung müssen die ersten 3-4 Meter schnell abgetaucht werden, um nicht ins offene Wasser abgetrieben zu werden. Dann beginnt auch schon das Drop Off, die Wand! Jetzt bist du auch bei starker Strömung sicher. Die Wand fällt auf ca. 80 Meter ab - sicherlich nichts für "normale" Sporttaucher. Wir tauchen mit unseren Tauchern, beim 1. Tauchgang des Tages, auf 35-40 Meter und arbeiten uns dann langsam nach oben. Das gibt dir mehr Tauchzeit, und glaube mir, jede Minute am Verde Island Drop Off ist kostbar!

Normalerweise beträgt die Sichtweite ca. 30 Meter. Nicht selten weit mehr. Am Verde Island Drop Off findest du die ganze Artenvielfalt, die es auch bei den Tauchplätzen von Sabang und Puerto Galera gibt. Nur ist hier alles größer und mannigfaltiger! Besteht an anderer Stelle ein Fischwarm aus hunderten von Individuen, sind es hier tausende. Haben die Fächerkorallen an anderen Tauchplätzen eine Fläche von 2 Quadratmetern, sind sie am Verde Island Drop Off doppelt so groß. Trifft man an anderen Tauchplätzen häufig auf Seeschlangen, am Verde Island Drop Off kannst du sicher sein mindestens eine große zu sehen. Die gleichen Vergleiche kannst du mit vielen anderen Lebewesen anstellen: Nacktschnecken, Schwämme, Lobster, Zackenbarsche,...

Auf ca. 25 Meter stößt du dann auf eine Felskante. Falls es die Strömung erlaubt, kannst du über sie hinwegtauchen und um den ganzen Felsen herum schwimmen. Du wirst dabei auf eine kleine Ebene treffen, auf der sich ein Wald aus Peitschenkorallen angesiedelt hat. Hier siehst du dann ein seltenes Phänomen: kleine Gasbläschen vulkanischen Ursprungs treten aus dem Felsen hervor und schweben zur Oberfläche. Im flachen Wasser liegen viele der Steinquader, die Überreste des einstigen Leuchtturms.

 Oft ist ein Umschwimmen des Felsens aber nicht möglich. Dein Tauchguide wird dich dann vorsichtig an die Kante führen, an der du dich festhalten solltest. Dahinter erwartet dich dann ein überwältigendes Schauspiel: Unmengen von Stachelmakrelen, Tunfischen und anderen großen Schwarmfischen kreisen unter dir in der Strömung.

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